Mechenhard erlebt zwei Tage lang den Zauber der Blasmusik
Sommernacht: Konzerte auf dem Dorfplatz gut besucht
Als am Samstag um 19.30 Uhr Dirigent Marcus Greim das Zeichen für seine 35 Musikerinnen und Musiker von Eintracht Mechenhard gab, begannen mit den schwungvollen Rhythmen des Konzertmarschs »Grüß Gott, Bavaria« zwei Festtage der Blasmusik am Dorfplatz in Mechenhard.
Seit 27 Jahren gibt es diese »Sommernacht« schon, und die Veranstaltung hat offenbar noch kein bisschen Rost angesetzt. Der Platz war jedenfalls meist mit rund 300 Zuhörern gut besucht. Diese ließen sich die Musik genau so gut munden wie Essen und Trinken.
Frauen prägen das Ensemble
Die Musikkapelle aus Mechenhard überzeugte bei ihrem Heimspiel mit Schwung, präzisen Einsätzen und Dynamik, wenn sie Märsche und Polka zelebrierte. Mit dem Dirty-Dancing-Medley bewiesen die Akteure,
dass der Hinweis auf der Homepage stimmt: Die Mechenharder spielten tatsächlich eine interessante Mischung aus traditioneller und moderner Blasmusik - sicher auch ein Grund, warum es mit der
Jugendarbeit so gut klappt und viele junge und auch weibliche Akteure das Gesicht des Blasorchesters prägen.
Abwechslungsreich wie ihr Programm war der Ablauf der beiden Tage: Ab 21.30 Uhr sorgten am Samstag die Sodenthaler Musikanten mit Dirigent Gerhardt Bernrath dafür, dass die aufsteigende Abendkühle
niemanden frösteln ließ. Am Sonntagmittag gab es fetzige Klänge mit schönen Solopassagen vom Musikverein Harmonie Laudenbach. Die Musiker unter der Leitung von Erich Rachor zauberten bei
Mittagstemperaturen von gut 20 Grad brasilianische Wärme auf den Dorfplatz, als sie mit dem Posaunisten Arno Weimer eine brasilianische Samba zelebrierten.
Anschließend konnte der musikalische Nachwuchs vor Publikum sein Können zeigen, bevor um 18 Uhr Fifty/Fifty And Friends mit schwungvollen Oldies den Schlusspunkt setzten und dabei so manches Auge von
Zuhörern in seliger Erinnerung an gute alte Zeiten feucht werden ließen.
Gute Musik von Hand
Die zwei Tage boten den Beweis: Gute Musik, von Hand gemacht, hat eine Zukunft, spricht auch Jugendliche an, jedenfalls dann wenn so gute Jugendarbeit – zusammen mit der Musikschule Erlenbach –
angeboten wird wie bei Eintracht Mechenhard. Der Vorsitzenden Barbara Markert und ihren Mitstreitern muss um die nähere Zukunft nicht bange sein. Heinz Linduschka