Zauberhafte Klänge in Sankt Josef
Adventskonzert: Bläsersound, Marimbaphon und Chorgesang harmonieren perfekt in Mechenhard
Mitreißender Bläsersound, beseelte Marimbaklänge und charismatischer Chorgesang bildeten am Sonntagabend in Mechenhards Pfarrkirche St. Josef beim Adventskonzert des Gesang- und Musikvereins Eintracht die perfekte musikalische Mischung, um die gut 200 Besucher eine Woche vor dem Christfest auf Weihnachten einzustimmen.
Die Musikkapelle des Gastgebers unter der Leitung von Dirigent Marcus Greim gab mit "The way old friends do" von Abba den Ton vor für das 80-minütige, abwechslungsreiche Programm, das Vorsitzende Barbara Markert bei der Begrüßung versprochen hatte. Die etwa 25 Musiker trafen mit dem Gänsehautstück "Lenas Song" (Fly with me) genau die besondere Atmosphäre mit den Klangfarben, die Stefan Nilssons Soundtrack zu dem schwedischen Erfolgsfilms "Wie im Himmel" auch im kongenialen Blasorchester-Arrangement auszeichnen.
Zwei Maierhofer-Sätze
Zwei Maierhofer-Sätze präsentierte der Gemischte Chor mit "Advent der Christenheit" und "Jene Nacht der Wintersonne", und diese schienen den von Chorleiterin Rita Didelyté-Appel dirigierten 30 Sängerinnen und Sängern hörbar gut zu liegen. Zur Begleitung von Gitarre, Cajon und dezenten Streicherklängen interpretierte der Eintracht-Chor - wie schon John Lennon und Yoko Ono einst sangen - noch den Weihnachts-Hit "Happy Xmas (War is over)".
Eine gelungene Premiere gab es mit dem Auftritt des "Mechenharder Blechhaufens". Die neu gegründete Formation, in der "Junge" und "Alte" gemeinsam musizieren und verblüffend gut harmonieren, besteht aus den Bläserkids, dem Jugendensemble und der Erwachsenenbläserklasse. Unter der Leitung von Ilona Winter brachten die "Schüler", darunter etliche Wieder- und Neueinsteiger, eine beachtliche Leistung zu Gehör. Die 22 Instrumentalisten überzeugten die Zuhörer mit "Two French Carols", vor allem aber mit der "Romance in blue" als Solostück für Flöte im Vortrag von Hannah Winter, und ließen mit fröhlicher Note "I will follow him" erklingen.
Rockig und groovend brachte danach die Musikkapelle mit "Handel in rock" - einer etwas anderen Musik von Georg Friedrich Händel - die Kirchenmauern zum Erbeben, wobei in dieser mitreißenden Komposition das "Tochter Zion" des Barockkomponisten in einem komplett neuen Gewand daherkam.
Exzellenter Simon Fengler
Herausragend waren die Solo-Stücke für Marimbaphon, exzellent ausgeführt von Schlagzeuger Simon Fengler, der den Klangstäben in "Crossing" und der von afrikanischen Rhythmen inspirierten "Ghanaia", technisch virtuos und von hoher Musikalität geprägt, zauberhafte Klänge entlockte, die die fasziniert lauschenden Besucher in ihren Bann zogen.
Ein gemeinschaftliches Glanzstück gelang den Mechenharder Musikern und Sängern am Ende mit "Bethlehem", einer musikalisch imposanten Weihnachtsgeschichte für Blasorchester, Chor und Erzähler, die Kurt Gäble in drei Liedern modern und stilistisch facettenreich arrangiert hat. Dazu passten die abstrahierenden Texte, die von Marion Hahn zwischendurch gesprochen wurden, und das in die Mitte getragene Friedenslicht aus Bethlehem: eine schöne Impression von Weihnachten.
Das Publikum durfte beim Lied "Macht hoch die Tür" schließlich selbst gesanglich in Erscheinung treten, spendete begeisterten Beifall und folgte noch zahlreich der Einladung ins Weingut Zöller, wo der dritte Advent in Mechenhard bei einem Glühweinumtrunk ausklang. Benjamin Bohlender